Online-Fachtag der Medizinischen Kinderschutzhotline: Elternverantwortung trotz schwerer Erkrankung und Sucht: Ungesehene Kinder zwischen Krankheit, Krise und Kindeswohl
9. September 2026, 10.00-17.00 Uhr, Online
Viele Patient:innen in psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung berichten von belastenden Kindheitserfahrungen. Das Aufwachsen mit psychisch oder suchterkrankten Angehörigen gehört hierbei zu den am häufigsten genannten. Diese
Erkenntnisse sind zentral für die Prävention solcher Erfahrungen bei Kindern und die traumasensible Behandlung von Erwachsenen, die oft gleichzeitig Eltern sind. Doch Scham und Stigma hindern viele Eltern daran, ihre Erkrankung offen anzusprechen
oder umgekehrt ihre Elternrolle in der Therapie zu thematisieren. Dabei können frühzeitige Unterstützung und bedarfsgerechte Hilfsangebote oft verhindern, was Eltern am meisten fürchten: Handeln gegen ihren Willen und den Verlust ihrer
Handlungshoheit. So notwendig dies in Fällen von Kindeswohlgefährdung sein kann: frühzeitige Interventionen können dies verhindern und Lösungen finden, die sowohl dem Elternwillen als auch dem Kindeswohl gerecht werden. Unser diesjähriger
Online-Fachtag – bereits zum 10. Mal aus dem Bundesfamilienministerium in Berlin übertragen – widmet sich dieser Frage: Gemeinsam mit Expert:innen aus Forschung und Praxis beleuchten wir, wie wir die oft ungesehenen Kinder in Behandlungskontexten
besser wahrnehmen und unterstützen können.
Die Teilnahme ist kostenfrei.