Grenzüberschreitender Kinderschutz

Aufgrund der besonderen Lage des Saarlandes birgt der Kinderschutz in der Großregion besondere Herausforderungen. Trotz aller Vielfalt in den politischen Systemen und Verwaltungsstrukturen der Länder unserer Großregion gilt es, eine gemeinsame Grundhaltung zu entwickeln. Dafür bedarf es zukünftig einer geplanten und abgestimmten Zusammenarbeit. Die Basis dafür bietet u. a. die erarbeitete Synopse „Kinderschutz in der Großregion - Vergleich der Kinderschutzsysteme in Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg“ der htw saar. Die Synopse stellt die rechtliche Rahmung der Kinderschutzsysteme in der Großregion dar und bietet eine praxisnahe Grundlage für einen grenzüberschreitenden Kinderschutz und eine länderübergreifende Umsetzung der Kinderrechte. Die Synopse können Sie hier abrufen.

Das Kompetenzzentrum Kinderschutz setzt sich auch als strategischer Partner durch die flankierende Begleitung des Projektes CAPACITI ( Projekt CAPACITI - Interreg Großregion) der htw saar mit der Thematik des grenzüberschreitenden Kinderschutzes und der Umsetzung der Kinderrechte in der Großregion auseinander.

Perspektivisch wird ein kooperativer Austausch im grenzüberschreitenden Kinderschutz mit dem OKAJU (Ombudsman fir Kanner a Jugendlecher) in Luxemburg ausgebaut. Diese Zusammenarbeit dient dem fachlichen Transfer über nationale Schutzkonzepte und Rechtsnormen, der Entwicklung gemeinsamer Handlungsleitfäden für grenzüberschreitende Fallkonstellationen und der Sicherung von Kinderrechten in binationalen Lebensrealitäten. Der gelebte Alltag von Kindern und Jugendlichen richtet sich nicht nach Landesgrenzen, weshalb auch Hilfeformen und Initiativen grenzüberschreitend gebildet und weiterentwickelt werden müssen. Ziel des grenzüberschreitenden Kinderschutzes ist es, dass alle Hilfs- und Schutzmaßnahmen auch international lückenlos ineinandergreifen können.